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Manfred Mahsberg - Malerei |
Alle Werke von Manfred Mahsberg (Vita)
Manfred Mahsberg malt sehr häufig Politiker, Musiker und Schriftsteller. Er malt Gesichter von konkreten, identifizierbaren Personen. So entsteht ein fast schon enzyklopädisch zu nennender Fundes an kulturschaffenden Menschen. Manfred Mahsberg sucht dementsprechend auch seine Vorlagen in Lexika, Kulturgeschichten und historischen Bildbänden. Der Betrachter gibt sich gerne der Illusion hin, dass die reine Betrachtung schon eine Nähe zu dem Gezeigten evoziere, eine Art Begegnung herbeigeführt werden könne. Wir kennen „Beethoven“ und „Goethe“.
Die einzelne Persönlichkeit wird in ihrer Abwesenheit im Porträt anwesend. Der verheißungsvolle Bildspeicher berühmter Köpfe hat sich auch in der neuen medialen Bilderflut erhalten. Es entsteht eine Ahnengalerie der Ähnlichkeit. Doch bald wird klar, dass es Mahsberg um etwas anderes geht: zwar wählt er seine Motive nicht beliebig, interessiert sich durchaus für die Biographien der Personen oder wenigstens für den Reiz der Vorlage, aber um eine malerische Auseinandersetzung mit dem Charakter, um das Einfangen der Persönlichkeit geht es ihm nicht. Ausgangspunkt ist ja immer nur ein Foto.
Manfred Mahsberg trägt die Farbe sehr pastos auf und verwandelt einfache S/W-Abbildung in seiner Malerei wieder zu stark bunten Farblandschaften, die Ähnlichkeit erschließt sich oftmals nur, wenn der Betrachter eine gewisse Distanz zum Bild einnimmt. Die Vorstellung von Zeitlichkeit, die in jedem Porträt mitschwingt, greift der Maler bewusst auf, das kleine Format, die Miniatur, erinnert an die Porträtdarstellungen auf Münzen oder Kameen. Und wie bei den idealisierten Porträtdarstellungen auf alten Münzen geht es ihm nicht um das wirkliche Aussehen eines Menschen. Er spielt mit unserer Erwartungshaltung an die Kunstform Porträt, er hinterfragt unsere Sehgewohnheiten und fordert uns heraus, noch einmal genau hinzuschauen.
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