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Sockelgesellschaften
Installationen von Petra Deta Weidemann, Robert Bischof und Joost Meyer
06.08. - 26.08.2010
Vernissage: Freitag 06.08.2010, 18.30 Uhr
Einführung: Dr. Oliver Czarnetta, Bildhauerkollege und Freund der Ausstellenden
Vom 06.08. bis zum 26.08.2010 zeigen drei Künstler der Galerie Freitag 18.30 unter dem Namen „Alt Haarener Lagerhaus Gruppe“, dass der Sockel in der Kunst zu Unrecht meist als Nebendarsteller fungiert. Dabei ist er für den Bildhauer das, was für den Maler der Keilrahmen ist, nämlich essentieller Bestandteil der adäquaten Präsentation eines Kunstwerks. Etymologisch stammt der Begriff aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „kleine Sandale“. Man kann sich also vorstellen, dass der Sockel in der Antike – wo er seinen Ursprung hat – hauptsächlich zum Schutz und zur Hervorhebung des auf ihm platzierten Kunstwerkes gedacht war. Bis ins frühe 20. Jahrhundert wurden dann u.a. Reiterstatuen auf reich verzierten Sockeln präsentiert, um ihre Bedeutung zu unterstreichen. Spätestens seit der Moderne ist der Sockel selbst jedoch häufig Gegenstand der Kunst oder mindestens gleichwertig mit der Skultptur, die er trägt – wie z.B. bei Constantin Brancusi. Diesen Ansatz verfolgen auch die Künstler der Galerie Freitag 18.30: In der Ausstellung „Sockelgesellschaften“ ergründen Petra Deta Weidemann, Robert Bischof und Joost Meyer mit einem steten Augenzwinkern die unterschiedlichen Darstellungsformen des Sockels und widmen dem Sockel eine eigene Ausstellung.

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